Das Baujuwel Amalienbad

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AUF DER SUCHE NACH LINIEN, STRUKTUREN, FORMEN UND FLÄCHEN (Teil2)
28. April 2017
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11. Juni 2017
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Fotos: Josef Gruber, Text: wien.gv.at

Das Amalienbad

Amalienbad (10, Reumannplatz 9) ist eines der größten städtischen Volks- und Schwimmbäder Wiens. Es steht in Favoriten und beherrscht optisch den Reumannplatz.

Das Bad wurde nach Plänen von Karl Schmalhofer und Otto Nadel erbaut und unter Bürgermeister Karl Seitz am 8. Juli 1926 eröffnet. Es ist nach der sozialdemokratischen Gemeinderätin Amalie Pölzer (* 27. Juni 1871 Wien, † 8. Dezember 1924 Wien) benannt, die in Favoriten 1919 als erste Frau in den Gemeinderat gewählt worden war.

Die Errichtung eines Kommunalbades in Favoriten, das 1874 zum Bezirk erhoben wurde, war ab 1875 angestrebt worden. Das Bad, nach dem 1914 eröffneten Jörgerbad das zweite städtischen Hallenbad Wiens und das erste im Roten Wien, wurde für den europäischen Bäderbau richtungweisend und erregte internationales Aufsehen. Die 14 Meter hohe Schwimmhalle besaß ein Sportbecken mit Sprungturm, Tribünen und ein Kinderbecken (das bewegliche Glasdach ließ sich öffnen); Wannen- und Brausebäder, Kaltwasserbecken und Luftbadeabteilungen auf den Flachdächern ergänzten die Anlage, die rund 1300 Besuchern gleichzeitig Bademöglichkeiten bot.

Eingang, Vestibül und Hallenbad hatten qualitativ hochwertigen, künstlerischen Schmuck (farbige Wandverfliesungen [rund 24.000 Quadratmeter] und Mosaikarbeiten). Die überlebensgroßen Figuren an der Fassade schuf Karl Stemolak. Während des Zweiten Weltkriegs durch Bomben schwer beschädigt (Betriebseinstellung 5. November 1944), wurde das Amalienbad 1945 – 1952 wiederaufgebaut (teilweise Betriebsaufnahme 6. Februar 1948, Vollbetrieb 9. April 1952); die Kosten des Wiederaufbaus beliefen sich auf rund zehn Millionen Schilling (etwa der gleiche Nominalbetrag wie seinerzeit der Bau selbst).

1981 – 1986 erfolgte nach Plänen von Erich Mülbacher und Erich Schlöss (Statik Günter Appel) eine Generalsanierung und denkmalpflegerische Restaurierung: das Amalienbad erhielt eine zweite Schwimmhalle und wurde zu einem Bade- und Heilzentrum ausgestaltet (Eröffnung 22. November 1986).

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